Post
Lese gerade das neue Buch „Triggerpunkte“ von Steffen Mau et al. Es geht in dem Buch darum, dass unsere Gesellschaft gar nicht so gespalten ist. Es gibt aber Triggerthemen, bei denen die Menschen sehr schnell auf die Palme gehen, was den Polarisierungseindruck verstärkt, obwohl die Einstellungen zu vielen Themen gar mit nicht so unterschiedlich sind. Also eine klare Absage an #Dualismus aus der sozialwissenschaftlichen Empirie. Finde ich sehr sympathisch. Und überlege, welche Chancen für gesellschaftlichen Dialog bestehen? Ziemlich am Anfang schreiben die Autoren: „Unsere Forschungsstrategie ist also die der Disaggregation, des Zerlegens und Ordnens des Konfliktraums, mit dem Ziel, ein genaueres Verständnis beobachtbarer Dynamiken zu ermöglichen, auch wenn dies die Dinge etwas verkompliziert. Leider, so muss man sagen, ist die empirische Welt doch weniger stringent und schematisch, als die liebgewonnene Polarisierungsthese impliziert.“ #Leseempfehlung Bad Albatross
0